wirtschaftliche Bedeutung des Check

Wer einen Wechsel ausstellt, der braucht Geld, sei es, dass der Lieferant zum Einzug einer Forderung aus einer Kreditlieferung eine Tratte auf seinen Kunden zieht, um sich mit dem akzeptierten Wechsel im Diskontgeschäft Bargeld zu beschaffen, sei es, daß jemand einen Eigenwechsel ausstellt um ein Darlehen zu erhalten. In beiden Fällen dient der Wechsel der Geldbeschaffung auf dem Kreditweg; der Wechsel ist also in erster Linie Kreditmittel.

Wer einen Check ausstellt, der hat Geld, denn nur wer über ein sofort fälliges Bankguthaben verfügt, darf einen Check ausstellen. Der Check dient in erster Linie als Zahlungsmittel. Besonders als Verrechnungscheck dient er dem bargeldlosen Zahlungsverkehr. Die bezogene Bank belastet das Konto des Ausstellers und schreibt den Betrag dem Konto des Präsentanten gut.

Checks werden immer auf Banken gezogen, und in den meisten Fällen übergibt der Inhaber den Check seiner Bank zum Inkasso und zur Gutschrift auf seinem Konto. Auf der einen Seite erhält die Bank eine große Zahl von Checks, die sie bei andern Banken einziehen soll; auf der andern Seite werden ihr von diesen Banken Checks präsentiert, bei denen sie selbst als Bezogener genannt ist. Eine Bank hat also täglich aus dem Checkverkehr große Summen zu bezahlen und große Summen einzuziehen. Um das nicht organisierte gegenseitige Checkinkasso der Banken zu vereinfachen, hat die SNB für die größeren Banken an den wichtigsten Bankplätzen Abrechnungsstellen, sogenannte Clearings, organisiert. Die Banken liefern täglich die bei ihnen einlaufenden Inkassochecks (auch Wechsel und Anweisungen) bei der Abrechnungsstelle ein und nehmen die auf sie selbst gezogenen Checks entgegen. Die aus diesem Austausch resultierenden Salden werden nicht bar ausgeglichen, sondern durch Belastung oder Gutschrift auf den von den betreffenden Banken bei der SNB unterhaltenen Girokonten verrechnet.

Dem bargeldlosen Zahlungsverkehr dient insbesondere auch der Girocheck der SNB. Der Giroauftrag erfolgt durch ein als Girocheck bezeichnetes rotes Formular, das vom Auftraggeber im Durchschreibeverfahren in dreifacher Ausfertigung ausgestellt und der SNB eingereicht wird. Die Bank schickt ein Exemplar dem Begünstigten als Gutschriftsanzeige und ein anderes Exemplar dem Auftraggeber als Belastungsanzeige. Bei diesem Girocheck handelt es sich aber nicht um einen Check im Rechtssinne, sondern um ein bloßes Giro-Auftragsformular, ohne jede wechselrechtliche Bedeutung.