Wechselzahlung

Der letzte Inhaber muss den Wechsel am Verfalltag oder an einem der beiden folgenden Werktage zur Zahlung vorlegen. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat den Verlust des Rückgriffsrechts zur Folge. Der Schuldner muss nur gegen Aushändigung des quittierten Wechsels bezahlen. Er ist verpflichtet, die Ordnungsmässigkeit der Reihe der Indossamente, aber nicht die Echtheit der Unterschriften zu prüfen, Üblicherweise setzt man die Quittung unter das letzte Indossament. Der Präsentant darf Teilzahlungen nicht zurückweisen. Für den nichtbezahlten Teil steht ihm das Regreßrecht gegen seine Vormänner zu. Im Falle einer Teilzahlung hat der Schuldner das Recht auf eine Quittung, und er kann verlangen, dass die Teilzahlung auf dem Wechsel vermerkt werde. Auf fremde Währung lautende Wechsel können, zum Tageskurs umgerechnet, in Landeswährung bezahlt werden, falls der Aussteller nicht einen bestimmten Kurs für die Umrechnung im Wechsel vorgeschrieben hat. Bei verspäteter Zahlung hat der Präsentant das Recht, zwischen dem Kurs am Verfalltag und dem Kurs am Zahlungstage zu wählen. Mit dem Effektivvermerk (das Wort „effektiv“ vor der Währungsbezeichnung) kann der Aussteller vorschreiben, daß der Wechsel in der ausländischen Währung, also nicht in Landeswährung umgerechnet, zu zahlen sei.