Unterschied zwischen Indossament und Zession

Bei dem durch Indossament übertragbaren Orderpapier, wie übrigens auch bei dem durch blosse Übergabe übertragbaren Inhaberpapier, darf der Schuldner nur solche Einreden erheben, die entweder:

a) gegen die Gültigkeit der Urkunde gerichtet sind oder

b) aus dem Wortlaut der Urkunde hervorgehen oder

c) dem Schuldner persönlich gegen den jeweiligen Gläubiger zustehen.

Bei dem durch Zession übertragbaren Namenpapier darf der Schuldner darüber hinaus auch sämtliche Einreden geltend machen, die er gegenüber seinem früheren Gläubiger (Zedent) hätte erheben können, wenn dieser die Forderung nicht abgetreten hätte.

Die starke Beschränkung der Einreden des Schuldners macht die Inhaber- und Ordrepapiere zu leicht begebbaren, umlaufsfähigen Wertpapieren. Dagegen wird der Wertpapiercharakter und damit die Umlaufsfähigkeit des Namenpapiers stark beeinträchtigt durch die Tatsache, dass sich der Erwerber eines solchen Papiers auch die Einreden gefallen lassen muss, die sich auf die ihm nicht bekannten, persönlichen Beziehungen des Wertschriftenschuldners zu einem früheren Eigentümer des Papiers (Zedent) gründen.


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