Unternehmungskennzeichen neben der Firma

Gibt es noch andere Unternehmungskennzeichen neben der Firma?

Ja, vor allem die Geschäfts- oder Etablissementsbezeichnung (franz. „enseigne“) und das Warenzeichen (Fabrik- und Handelsmarken).

Geschäftsbezeichnungen sind wörtliche oder gelegentlich auch figürliche Bezeichnungen eines Geschäftsbetriebes, die sich dem Gedächtnis des Kunden leicht einprägen. Sie können von der AG, der GmbH und der Genossenschaft als Firma, von allen Unternehmensformen als Firmenzusatz verwendet werden.

Fabrik- und Handelsmarken sind Worte oder Figuren, mit denen Waren oder deren Verpackung versehen werden, um ihre Herkunft kenntlich zu machen und sie von anderen Erzeugnissen leicht unterscheiden zu können. Bildmarken enthalten nur bildliche Darstellungen, Wortmarken einzig Wörter. Beide Markenarten kombiniert, zum Beispiel Firma und figürliche Zeichen, ergeben die gemischte Marke. In den meisten Ländern sind zum Schutze von Fabrik- und Handelsmarken besondere Gesetze erlassen worden.

Die Fabrik- und Handelsmarken haben sich durch das Aufkommen sogenannter Markenartikel im Einzelhandel stark vermehrt. Darunter versteht man Waren, die von Fabrikanten, Grossisten, Einzelhändlern oder Verbänden (zum Beispiel Migros) unter einem besonderen, meist rechtlich geschützten Namen (Marke) in einheitlicher Beschaffenheit und Aufmachung in den Verkehr gebracht werden. Die Preisgebundenheit ist für sie nicht begriffswesentlich. Doch sind in der Schweiz, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, für Markenartikel fast immer feste Preise vorgeschrieben.


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