Rechtsstellung des Makler

Wer als selbständiger Kaufmann gewerbsmäßig den Auftrag übernimmt, gegen eine Vergütung (Maklerlohn, Courtage, Provision) Gelegenheit zum Abschluss eines Geschäfte nachzuweisen oder den Geschäftsabschluss zu vermitteln, gilt als Makler.

Die Provision in der vereinbarten und in Ermangelung einer Vereinbarung in der tarifmäßigen oder üblichen Höhe ist verdient, sobald der Vertrag infolge des Nachweises oder infolge der Vermittlung des Maklers zustande gekommen ist. Wenn vereinbart wurde, dass der Auftraggeber die aus den Bemühungen des Maklers um die Ausführung des Auftrages entstehenden Aufwendungen trage, so hat der Makler auch dann Anspruch darauf, wenn das Geschäft nicht zustande kommt. Der Anspruch auf Provision und Spesenersatz ist verwirkt, wenn sich der Makler gegen Treu und Glauben von beiden Parteien eine Vergütung versprechen lässt.

Vom Agenten unterscheidet sich der Makler vor allem dadurch, dass zwischen ihm und dem Auftraggeber keine dauernde Verbindung besteht; der Makler übernimmt Einzelaufträge von Fall zu Fall.


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