Namenpapiere

Ein Wertpapier gilt als Namenpapier, wenn es auf einen bestimmten Namen lautet und weder an Order gestellt noch gesetzlich als Orderpapier erklärt ist.

Beim Namenpapier geschieht die Eigentumsübertragung durch Übergabe der Urkunde in Verbindung mit einer schriftlichen Abtretungserklärung, die im Gegensatz zum Orderpapier nicht auf das Wertpapier selbst gesetzt werden muss. Man bezeichnet diese Abtretungserklärung als Zession. Der Übertragende wird als Zedent bezeichnet; der neue Eigentümer heisst Zessionär. Die Abtretung eines Namenpapiers mit Hilfe einer Zession ermöglicht wie die Abtretung eines Orderpapiers durch ein Indossament die Eigentumsübertragung und die Legitimation des neuen Eigentümers:

1. mit der Übergabe der Urkunde in Verbindung mit einer schriftlichen Abtretungserklärung überträgt der Zedent alle Rechte aus dem Wertpapier auf den Zessionär;

2. mit dem Besitz der Urkunde und der schriftlichen Abtretungserklärung kann sich der Zessionär als Rechtsnachfolger des im Namenpapier genannten Berechtigten ausweisen.

Zwischen Indossament und Zession besteht aber ein wesentlicher Unterschied in Bezug auf die Einreden, die der Schuldner gegenüber dem Berechtigten erheben kann.