Liquidität

Was versteht man unter Liquidität?

Unter Liquidität versteht man die Zahlungsbereitschaft, das heisst die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen am Fälligkeitstage nachzukommen. Liquidität liegt vor, wenn die Realisierbarkeit des Vermögens der Fälligkeit des Kapitals entspricht. Eine Unternehmung ist liquid, wenn für die sofort fälligen Verbindlichkeiten die nötigen Barmittel in der Form von Kasse, Postcheck- und Bankguthaben zur Verfügung stehen und für die kurzfristigen Verbindlichkeiten in entsprechendem Masse solche Vermögensteile vorhanden sind, die sich bis zur Fälligkeit der Verpflichtungen im normalen Betriebsverlauf in Barmittel umwandeln (Debitoren- und Wechselforderungen sowie Warenvorräte in dem Umfange, als sie sich bis zur Fälligkeit der Schulden in Barmittel umsetzen lassen).

Liquidität verlangt also, dass Kapitalbeschaffung und Kapitalverwendung aufeinander abgestimmt werden. Schon bei der Kapitalbeschaffung ist auf den Verwendungszweck Rücksicht zu nehmen; die Laufzeit des beanspruchten Kapitals darf nicht kürzer sein als die voraussichtliche Gebundenheit dieses Kapitals in der geplanten Investierung. Und eine Investierung darf nur dann vorgenommen werden, wenn die Rückverwandlung in Barmittel bis zur Fälligkeit des dafür in Anspruch genommenen Kredits im normalen Betriebsprozess gewährleistet ist.

Bei der Ermittlung der Liquidität werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die liquiden Mittel einander prozentual übergestellt. Dabei ist darauf zu achten, dass zu denken, fristigen Verbindlichkeiten nicht nur die buchhalterisch ajrz-Verpflichtungen wie Lohnzahlungen und andere laufe ‚,in wiesenen Verpflichtungen gegenüber Banken undoLrideefentral-ici,:hli, gehören, sondern auch die sogenannten innerbetrieblichen Baraufwendungen zur Aufrechterhaltung der Betriebstätigkeit. Diesen innerhalb eines bestimmten abschnittes fällig werdenden kurzfristigen Verpflichtungen. stellt man die liquiden Mittel, über die man während des gleichen Zeitabschnittes verfügen kann, gegenüber. Der Liquiditätsgrad ist eine Prozentzahl, die zum Ausdruck bringt, in welchem Masse die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch liquide Mittel und leicht realisierbare Aktiven gedeckt sind:

Liquiditätsgrad = (Barmittel + leicht realisierbare Aktiven) x 100

kurzfristige Verbindlichkeiten


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