Inhaberpapiere

Ein Wertpapier gilt als Inhaberpapier, wenn aus dem Wortlaut oder der Form der Urkunde ersichtlich ist, dass der jeweilige Inhaber als Berechtigter anerkannt wird.

Legitimation und Übertragung sind beim Inhaberpapier denkbar einfach. Weil der Name des Berechtigten im Wertpapier nicht genannt wird, gilt der jeweilige Inhaber als Eigentümer, und die Eigentumsübertragung geschieht durch blosse Übergabe der Urkunde ohne irgendeine schriftliche Erklärung.

Wertpapiere werden in den Fällen als Inhaberpapiere ausgestellt, wo auf die leichte Übertragbarkeit und die daraus sich ergebende Umlaufsfähigkeit des Papiers besonderes Gewicht gelegt wird. Das gilt vor allem für die als Zahlungsmittel umlaufenden Banknoten, dann aber auch für die in großen Serien ausgegebenen Obligationen und Aktien, die in der Form des Inhaberpapiers am leichtesten übertragbar und für den Börsenhandel vorzüglich geeignet sind.


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