Welchen Einfluss hat das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital auf die Sicherheit der Unternehmung?

Fremde Gelder sind Schulden, die zurückbezahlt werden müssen. Ein Unternehmen, das mit Fremdkapital arbeitet, muss also damit rechnen, dass ihm dieses entzogen werden kann. Vom Standpunkt der Sicherheit ist deswegen die Finanzierung mit eigenen Mitteln vorzuziehen. Jedenfalls hat bei einer Unternehmung, deren Betrieb viel Anlagen erfordert, die Finanzierung vorwiegend aus eigenen Mitteln zu erfolgen. Wenn schon fremde Mittel zur Anlagefinanzierung als Ergänzung herbeigezogen werden, so darf es sich mit Rücksicht auf die Sicherheit nur um langfristiges Fremdkapital handeln. Fremdkapital sollte der Kündbarkeit wegen nur in leicht realisierbarem Betriebsvermögen investiert werden. Vor allem das kurzfristige Fremdkapital erfordert eine Verwendung, welche die Bereitstellung des Geldes für die Rückzahlung auf kurze Frist ermöglicht. Kurzfristiges Fremdkapital eignet sich am besten zur Finanzierung eines vorübergehenden Geldbedarfs (Saisonbedarf). Die Sicherheit des Unternehmens verlangt, dass schon bei der Finanzierung die Liquidität beachtet wird: die Fälligkeit des Kapitals soll der Realisierbarkeit des Vermögens entsprechen. Nicht nur Verluste, auch die Nichtbeachtung des Grundsatzes der Liquidität können den finanziellen Zusammenbruch einer Unternehmung zur Folge haben.


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