Welchen Einfluss hat das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital auf den Kredit der Unternehmung?

Das Eigenkapital ist der rechnungsmässige Überschuss des Gesamtvermögens über das gesamte Fremdkapital. Im Falle der Auflösung der Unternehmung, der Liquidation, dient das vorhandene Vermögen in erster Linie zur Rückzahlung des Fremdkapitals. Nur das, was nach vollständiger Rückzahlung der Schulden an Aktiven noch übrig bleibt, darf als Eigenkapital an die Eigentümer der Unternehmung zurückbezahlt werden. Die Sicherheit der Gläubiger richtet sich also nach dem Verhältnis zwischen dem Gesamtvermögen und den Gesamtschulden; sie ist um so grösser, je mehr Vermögen im Verhältnis zu den Schulden vorhanden ist. Je größer der Überschuss des Gesamtvermögens über die Gesamtschulden ist, desto grösser ist die Sicherheit für die Gläubiger und damit auch die Kreditwürdigkeit der Unternehmung. Die Kreditwürdigkeit einer Unternehmung ist um so grösser, je mehr Eigenkapital im Verhältnis zum Fremdkapital vorhanden ist, wobei wir auch in den nachfolgenden Ausführungen im Eigenkapital stets nur den bilanzmässigen Ausdruck des Überschusses der Aktiven über das Fremdkapital sehen.