Welche Bedeutung haben Vertrag und Gesetz für das Verhältnis der Kollektivgesellschafter unter sich

Auch in der Frage der Regelung des Verhältnisses der Gesellschafter unter sich gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Es ist also den Gesellschaftern überlassen, ihre Beziehungen nach freiem Ermessen vertraglich zu regeln. Die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) über das Verhältnis der Gesellschafter unter sich sind größtenteils dispositives Recht; sie beanspruchen nur in Ermangelung einer anderslautenden Vertragsbestimmung Geltung. Das Rechtsverhältnis der Gesellschafter unter sich richtet sich also:

a) nach dem Gesellschaftsvertrag. Soweit dieser über einen strittigen Punkt keinen Aufschluß gibt, gelten

b) die Bestimmungen des OR über die Kollektivgesellschaft und, soweit hier keine Regelung zu finden ist,

c) die Bestimmungen des OR über die einfache Gesellschaft