Wechsel sind die Organe der Zwangsvollstreckung

Die Betreibungs- und die Konkursämter sind die mit der Durchführung der Zwangsvollstreckung betrauten staatlichen Organe.

Das Betreibungsamt ist die Amtsstelle, welche die gesetzlich vorgesehenen Vollstreckungshandlungen auf Verlangen des Gläubigers vornimmt (Zustellung des Zahlungsbefehls, Pfändung, Verwertung usw.), bei der Betreibung auf Pfändung vollständig, bis zum Abschluß des Verfahrens, bei der Betreibung auf Konkurs nur bis zur Konkurseröffnung.

Das Konkursamt tritt erst mit der Eröffnung des Konkurses in Funktion und übernimmt dann die Verwaltung und Liquidation des Gesamtvermögens des konkursiten Schuldners sowie die Verteilung des Verwertungserlöses unter die Gläubiger. Während das Betreibungsamt jede einzelne Vollstrekkungshandlung nur auf ausdrückliches Begehren des Gläubigers vornimmt, besorgt das Konkursamt die für die Liquidation des schuldnerischen Vermögens und alle für die Durchführung des Konkursverfahrens erforderlichen Handlungen von sich aus, ohne daß der betreibende Gläubiger ein besonderes Begehren stellen müßte.

Gläubiger und Schuldner, die sich durch Handlungen eines Betreibungs- oder Konkursamtes in ihren Rechten verletzt fühlen, können sich bei den Aufsichtsbehörden beschweren. Für die meisten Kantone besteht eine untere und eine obere Aufsichtsbehörde. Das Schweizerische Bundesgericht ist die oberste Aufsichts- und Rekursbehörde.

Das SchKG überläßt die Organisation der Betreibungs-und Konkursämter im Rahmen bestimmter Vorschriften den Kantonen. So bestimmt die kantonale Gesetzgebung, wie das Kantonsgebiet in Betreibungskreise und Konkurskreise aufgeteilt wird. Betreibungs- und Konkurskreise brauchen sich nicht zu decken; häufig umfaßt ein Konkurskreis mehrere Betreibungskreise.