Organe der Genossenschaft

Welche Organe hat die Genossenschaft?

1. Die Generalversammlung hat die gleichen Befugnisse wie diejenige der AG. Bei Genossenschaften mit mehr als 300 Mitgliedern oder bei Genossenschaftsverbänden können die Statuten neben oder an Stelle der Generalversammlung die Urabstimmung (schriftliche Stimmabgabe) vorsehen. Unter den gleichen Bedingungen kann die Generalversammlung durch die Delegiertenversammlung ersetzt werden. In der Generalversammlung und in der Urabstimmung hat grundsätzlich jedes Mitglied eine Stimme; für die Delegiertenversammlung kann durch Statutenbestimmung ein Pluralstimmrecht geschaffen werden.

2. Die Verwaltung muss aus mindestens drei Personen bestehen. Sie darf durch Statutenbestimmung einen Teil ihrer Befugnisse einem Verwaltungsausschuss übertragen. Geschäftsführung und Vertretung können auch an Geschäftsführer oder Direktoren, die nicht Mitglieder sein müssen, übertragen werden. Umfang und Beschränkung der Vertretungsbefugnis sind übereinstimmend mit dem Aktienrecht geregelt. Die Vorschriften des Aktienrechts über die Pflichten der Verwaltung bei Kapitalverlust und Überschuldung gelten auch für die Genossenschaft.

3. Die Kontrollstelle ist obligatorisch. Sinngemäss gelten die Bestimmungen des Obligationenrechts über die Kontrollstelle der AG auch für die Genossenschaft.


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