Nutzwertanalyse

1. Definition

Bei der Nutzwertanalyse werden Projekte bewertet. Das geschieht nicht-monetär.
Die Nutzwertanalyse macht nicht-monetäre Teilziele eines Projektes vergleichbar. Das erlaubt, Entscheidungen zwischen verschiedenen Alternativen zu treffen.

2. Durchführung

Stehen mehrere alternative Projekte zur Verfügung, soll das sinnvollste benannt werden.
Im ersten Schritt werden die Ober- und Unterziele je Alternative bestimmt und in einer Zielhierarchie wieder gegeben.
Dann werden Kriterien aus den Zielen entwickelt. Die Kriterien können dazu dienen, die Alternative auszuschließen (KO-Kriterium). Andere Kriterien sind bestimmend für das Projekt (Soll-Kriterien).

Im dritten Schritt werden die Soll-Kriterien nach ihrer Wichtigkeit festgelegt und mit Punkten versehen. Wie wichtig sind die Kriterien, um die Ziele der Projektalternative zu erreichen.
Wichtigstes Kriterium erhält so 10 Punkte. Unwichtigstes einen Punkt.
Nun werden die Zielpunkte mulitpliziert und ergeben das Endergebnis der Projektalternative.
Die Alternative ist zu wählen, die die höchste Punktanzahl hat.

Einsatzgebiete

Die Nutzwertanalyse ist überall da einsetzbar, wo mehrere Lösungsalternative für eine Entscheidung möglich sind. Die Entscheidung ist nicht monetär bewertbar.
Sie ist auch einsetzbar, wenn durch die Lösungsvorschläge mehrere, nicht gleich gewertete Ziele erfüllt werden sollen.