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Multiplikatorwirkung

Der Begriff „Multiplikator“ kommt ursprünglich aus der Mathematik, wird aber auch in der Volks- und Betriebswirschaftslehre verwendet. Mathematisch ist der Multiplikator der Wert, mit dem ein anderer malgenommen, multipliziert wird. Im wirtschaftspolitischem Kontext bezeichnet er immer den Faktor, der den Umfang einer unabhängigen Grösse entsprechend verändert oder anders ausgedrückt: Man kann einfach berechnen, welche Auswirkung eine geplante Massnahme auf den Wirtschaftskreislauf hat. Angewendet wird dieses Prinzip hauptsächlich bei der Beurteilung von Prozessen, in denen eine Erhöhung der Nachfrage erzeugt werden soll.

Beispiel: Werden in Folge von Investitionen mehr Arbeitsplätze geschaffen, erzielen mehr Menschen Einkommen, welches durch einen erhöhten Konsum wieder in die Wirtschaft zurück fliesst. Dabei ist die Schaffung zusätzlichen Einkommens und die gestiegene Kaufkraft, um ein Vielfaches höher als der eigentlich für die Schaffung der Arbeitsplätze investierte Betrag.
Ob dieses theoretische Prinzip der Praxis standhält, hängt vom Einzelfall ab, da unkalkulierbare Faktoren, die dieses Rechenexempel verändern, eine Rolle spielen können.