Lean Production

In den Jahren 1985 bis 1991 führte Womack/Jones/Ross eine MIT-Studie bei japanischen Autokonzernen durch. Die Bezeichnung „Lean Production“ oder „Lean Manufacturing“ bezeichnete deren Arbeit. Die Japaner arbeiteten im Gegensatz zu den Firmen in Europa und den USA mit einer systematisierten Produktionsorganisation, die von diesem Zeitpunkt an „Lean Produktion“ genannte wurde.

Europa und USA arbeiteten zu dieser Zeit noch mit der „Bufferd Production“.
Die „Lean Production“ steht dabei für eine schlanke Produktion, die als Kernziel die Beseitigung von Verschwendung hat. Dies soll dadurch geschehen,dass von allen Seiten, die die Produktion beeinflussen (Lieferanten, Kunden, Internes), Schwankungen minimiert oder reduziert werden.

Industrie 4.0 (Verzahnung der industriellen Produktion) ist einer der grossen Unterstützer und Nutzer des schlanken Systems. Die Transparenz die durch die Vernetzung aller Produktionsfaktoren entsteht sorgt für einen stetigen Verbesserungsprozess. Der Grundsatz der „Lean Produktion“ ist dafür zu sorgen, dass keine Puffermenge zwischen den einzelnen Produktionsschritten mehr entstehen können. Dies ist auch so zu verstehen, dass keine Überproduktion mehr geschieht. Eine positive Folge dieses Ablauf ist, dass sich die Produktionsprozesse wesentlich verkürzen und man so flexibler und schneller liefern kann. Weniger Verschwendung durch Lagerbestände und Materialtransporte und eine Steigerung der Produktivität sind die Folge.

Die Lean Production entsteht durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Prinzipien. Generell sollte tatsächlich darauf geachtet werden, dass alle Prinzipien ihre Anwendungen finden. Hauptaugenmerk ist es, die Verantwortlichen und die Kompetenzen zusammenzuführen und in einem eng verknüpften Netzwerk zusammen zu arbeiten, Materialverschwendungen und die Entstehung von Fehlern zu vermeiden. Eine kontinuierlich Prüfung, was verbessert werden kann, lässt eine Umstrukturierung auffälliger Dinge schnell zu. Daraus resultiert die Lean Produktion mit einer flachen Hierarchie, Kompetenzen und Verantwortlichen an der Basis, ein Augenmerk auf die wesentlichen Bestandteile der Produktion, weniger Verschwendung, eine hohe Kundenorientierung und eine strukturierte, schnelle interne wie auch externe Kommunikation.

Lean Production baut sich aus den folgenden Punkten heraus auf:

  • Eine angemessene technische Ausstattung
  • Geringe Verteilung der Arbeitsorganisation
  • Strenges Qualitätsmanagement
  • Stetiges verbessern der Produktionsabläufe
  • Motivation und Schulung der Mitarbeiter, hohe Qualifikation
  • Just-In-Time oder Just-In-Sequence-Produktion
  • Prozessorientiertes Arbeiten

Zur “Lean-Production” gehört ein konsequentes Beobachten der Produktion, um so die Abläufe aufzudecken die mit Verschwendung zu tun haben. Diese Faktoren werden dann umgehend beseitigt. Als Verschwendung wird alles bezeichnet was nicht direkt zur Wertausschöpfung beiträgt. Auch Faktoren die dazu beitragen, dass der Kunden nicht mehr bereit ist, deren Kosten zu übernehmen, sind eindeutig als Verschwendung zu bezeichnen. Aufgrund diesen Faktoren konzentriert man sich komplett auf den sogenannten Wertschöpfungsprozess.

Als Verschwendung werden die folgenden Punkte bezeichnet:

  • Überproduktion
  • Lagerbestände
  • Transportkosten
  • Wartezeit
  • Teure und aufwändige Prozesse
  • Lange Wege
  • Fehler in den Abläufen
  • Ungenutztes Potenzial der Mitarbeiter und Maschinen