Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV

Um die Entwicklung eines Unternehmens und dessen potenzieller Ertragskraft zu ermitteln, wird häufig das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) herangezogen. Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl, die ihren Ursprung in den USA hat und dort als Price-Earnings Ratio (P/E Ratio) bekannt ist.

Die Berechnung erfolgt durch die Division des Aktienkurses durch den Gewinn oder das Ergebnis pro Aktie. Von einem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis spricht man, wenn das Ergebnis der Berechnung über 10 ist. Hohe KGV Werte lassen darauf schliessen, dass sich das Unternehmen gerade in einer starken Wachstumsphase befindet. Daher gilt, je tiefer das errechnete KGV, desto preisgünstiger ist die Aktie, wobei ein niedriges KGV nicht zwingend eine Kaufempfehlung ist.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktie muss immer im Verhältnis mit den Ergebnissen anderer, branchengleicher Unternehmen gesetzt werden, um aussagekräftige Rückschlüsse ziehen zu können. Die Kennzahl gilt somit als guter Anhaltspunkt, um herauszufinden, ob eine Aktie überbewertet oder unterbewertet ist.

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