Kommanditgesellschaft - Betriebswirtschaft24.com

Kommanditgesellschaft

„Eine Kommanditgesellschaft ist eine Gesellschaft, die zwei oder mehrere Personen zum Zwecke vereinigt, ein Handels-, ein Fabrikations- oder ein anderes nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe unter einer gemeinsamen Firma in der Weise zu betreiben, daß wenigstens ein Mit glied unbeschränkt, eines oder mehrere aber als Kommanditäre nur bis zum Betrag einer bestimmten Vermögenseinläge, der Kommanditsumme, haften. — Unbeschränkt haftende Gesellschafter können nur natürliche Personen, Kommanditäre jedoch auch juristische Personen und Handelsgesellschaften sein.” (OR 594.)

Die Kommanditgesellschaft entsteht wie die Kollektivgesellschaft schon mit dem Vertragsabschluß. Der Handelsregistereintrag ist zwar vorgeschrieben, hat aber nur deklaratorische Bedeutung. Immerhin ist zu beachten, daß der Kommanditär bis zur Eintragung ins Handelsregister gutgläubigen Dritten gegenüber unbeschränkt haftet.

Gemeinsame Firma und Zweckbestimmung machen die Kommanditgesellschaft zur Handelsgesellschaft. Sie unterscheidet sich aber von den übrigen Formen der Handelsgesellschaft durch die Verbindung von vollhaftenden und beschränkt haftenden Teilhabern in einer Gesellschaft. Aus dieser Eigentümlichkeit ergeben sich die besonderen gesetzlichen Vorschriften über das Verhältnis der Gesellschafter untereinander und über das Verhältnis der Gesellschaft zu Dritten.

Die Kommanditgesellschaft ist die geeignete Unternehmungsform, wenn der Unternehmung weiteres Eigenkapital, nicht aber eine weitere Unternehmerpersönlichkeit als Arbeitskraft zugeführt werden soll. Vom Standpunkt des Kommanditärs aus gesehen, eignet sich die Kommanditbeteiligung für solche Gesellschafter, die sich lediglich mit Kapital beteiligen wollen und das Risiko auf die Kapitaleinlage beschränken möchten.