gekreuzter Check / Verrechnungscheck - Betriebswirtschaft24.com

gekreuzter Check / Verrechnungscheck

Ein Barcheck ist der Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung durch einen unrechtmässigen Inhaber ausgesetzt. Um die Auszahlung eines Checks an einen Unberechtigten zu verhüten, bedient man sich des gekreuzten Checks oder des Verrechnungschecks.

1. Der gekreuzte Check. Ein Barcheck wird durch zwei gleichlaufende Striche auf der Vorderseite des Formulars zum gekreuzten Check. Ein allgemein gekreuzter Check liegt vor, wenn zwischen den Parallelstrichen keine Angabe oder nur die Bezeichnung „Bankier“ oder der Vermerk „& Co.“ eingesetzt wird. Ein allgemein gekreuzter Check darf vom Bezogenen nur an einen Bankier oder an einen Kunden des Bezogenen bezahlt werden. Ein besonders gekreuzter Check ist dann gegeben, wenn zwischen den Parallelstrichen der Name eines bestimmten Bankiers genannt ist. Ein solcher Check darf vom Bezogenen nur an den bezeichneten Bankier oder, wenn dieser selbst Bezogener ist, an dessen Kunden bezahlt werden. Der im Kreuzungsvermerk genannte Bankier darf allerdings eine andere Bank mit dem Einzug des Checks beauftragen. Die Sicherung durch die Kreuzung besteht darin, daß ein solcher Check nur an eine Bank oder an einen Kunden der Bank, in keinem Falle aber an einen unbekannten Vorweiser ausbezahlt werden darf. Die Sicherung wird also durch eine Einschränkung des Kreises der Einzugsberechtigten erreicht. Eine allgemeine Kreuzung darf in eine besondere umgewandelt werden, nicht aber eine besondere in eine allgemeine. Unzulässig ist selbstverständlich auch die Umwandlung eines gekreuzten Checks in einen Barcheck durch Streichung der Kreuzung.

2. Der Verrechnungscheck enthält ausser den vom Gesetz verlangten sechs Bestandteilen und dem Namen des Remittenten den quer über die Vorderseite des Checks gesetzten Verrechnungsvermerk „Nur zur Verrechnung“, „Nur zur Gutschrift“ oder einen andern gleichbedeutenden Ausdruck. Im Gegensatz zum gekreuzten Check sind die Parallellinien nicht vorgeschrieben, aber üblich. Der Bezogene darf einen Verrechnungscheck nicht durch Barauszahlung, sondern nur durch Gutschrift auf dem Konto des Remittenten bzw. des Indossatars einlösen. Die Gutschrift gilt als Zahlung. Ein Verrechnungscheck kann also nur durch einen der Bank bekannten Inhaber geltend gemacht werden.